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Freiwillige Versicherung

Eine freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse kann sich in einigen Fällen durchaus lohnen, deshalb gibt der Gesetzgeber auch Nichtversicherungspflichtigen die Möglichkeit, auf Wunsch eine solche abzuschließen. Grundlage für die Berechnung ist dann weiterhin das Einkommen des Versicherungsnehmers, gleichzeitig bleiben ihm auch alle Vorteile erhalten, etwa die kostenlose Familienversicherung. Eine Sonderregelung besteht für Angestellte, die die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten. Teilt ein Arbeitnehmer in diesem Fall der gesetzlichen Versicherung nicht innerhalb von zwei Wochen schriftlich seinen Austritt mit, so wird die Versicherung automatisch fortgeführt, um Lücken im Versicherungsschutz zu vermeiden. Die bereits bestehende Versicherung wird also ohne Zutun des Versicherten in eine freiwillige Versicherung umgewandelt.

Grundsätzlich steht die freiwillige Versicherung ansonsten jeder Person zu, die nicht länger versicherungspflichtig ist, wobei die Gründe nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der Beitritt zu einer freiwilligen Versicherung muss innerhalb von drei Monaten schriftlich erfolgen. Vor allem Selbstständige haben nach Ablauf dieser Frist kaum eine Möglichkeit, eine freiwillige Versicherung im Nachhinein abzuschließen. Entscheidet sich ein Selbstständiger aber für dieses Versicherungsmodell, sollte er beachten, dass eine Kündigung nur dann möglich ist, wenn eine Folgeversicherung besteht. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit ist es dem Versicherungsnehmer also unmöglich, die Versicherung zu kündigen.

Die Berechnung der monatlichen Prämie erfolgt, anders als bei einer privaten Versicherung, anhand des Einkommens. Besonders bei Unternehmensgründern ist dieses aber oft noch nicht eindeutig nachweisbar, für diesen Fall orientiert sich die Krankenkasse an der Beitragsbemessungsgrenze. Kann ein Versicherungsnehmer jedoch ein niedrigeres Einkommen nachweisen, so wird künftig dieses der Berechnung zugrunde gelegt.
Eine freiwillige Versicherung kann mit Vorteilen verbunden sein, doch speziell durch den schwierigen Austritt sollten vor einem Abschluss alle weiteren Optionen geprüft werden.

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