Immer mehr Privatversicherte in Deutschland können ihre Beiträge nicht zahlen. In der Folge bleiben Ärzte und Versicherungen auf den Kosten sitzen. Hier soll womöglich in Zukunft ein neuer Nichtzahlertarif Abhilfe schaffen.
Ab Ende 2012 werden in der privaten Krankenversicherung Unisex-Tarife eingeführt. Das heißt, Männer und Frauen zahlen die gleichen Beiträge und erhalten die gleichen Leistungen. Dabei werden vor allem die Männer in Zukunft deutlich tiefer in die Taschen greifen müssen – und vermutlich sind nicht nur Neukunden von den neuen Tarifbestimmungen betroffen.
Mehrer große Versicherer planen den Ausstieg aus der privaten Vollversicherung. Stattdessen werden die betroffenen Unternehmen in Zukunft nur noch Zusatzversicherungen anbieten – ist dies der erste Schritt zu einem vereinheitlichten Versicherungssystem in Deutschland?
Seit 2011 können die privaten Krankenversicherungen einen enormen Kundenzuwachs verzeichnen. Schuld daran ist die Abschaffung der 3-Jahres-Grenze. Noch besser sieht es im Bereich der privaten Zusatzversicherungen aus: durch die engere Zusammenarbeit zwischen privaten und gesetzlichen Versicherern profitieren auch die Kunden.
Die privaten Krankenkassen in Deutschland haben die geplante Beitragsentwicklung für das kommende Jahr bekannt gegeben. Diese zeigt sich uneinheitlich: Während viele Anbieter wie erwartet ihre Beiträge 2012 erhöhen werden, haben sich auch überraschend viele Versicherer dazu entschieden, die Beiträge in den verschiedenen Tarifen stabil zu halten.
Noch immer sind Privatpatienten die Lieblinge der Ärzte und werden auch königlich versorgt. Das beginnt mit den Wartezeiten, die wesentlich kürzer sind als die der gesetzlich Versicherten. Dabei sind nicht alle Policen der Privatpatienten auch Policen erster Klasse.
Ein seit vier Monaten unter Verschluss gehaltenes Gutachten zeigt, dass das deutsche Gesundheitswesen in einer ernsthaften Krise steckt. Demzufolge droht vielen gesetzlichen Krankenkassen das finanzielle Aus. Kunden, die einen Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung in Betracht ziehen, sollten sich allerdings beeilen: ab 2012 gilt eine neue Einkommensgrenze, die den Beitritt zur PKV erschwert.
Ab 2012 werden die Einkommensgrenzen für den Beitritt zur privaten Krankenversicherung erhöht. Außerdem steigen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse, wovon vor allem Besserverdiener betroffen sind. Wer noch zur alten Versicherungspflichtgrenze zur PKV wechseln möchte, sollte dies also bis Ende 2011 erledigen.
Wer sich mit einer Geschäftsidee selbstständig macht oder machen will, muss sich krankenversichern!
Vor dem Abschluss eine Checkliste für die private Krankenversicherung durchgehen.