Die gesetzlichen Krankenkassen stehen bereits zu Jahresbeginn wieder in der Kritik: Einer unabhängigen Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney zufolge betrugen die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen 2010 über 27 Milliarden Euro. Die Fachleute sehen hier enormes Sparpotential.
DAK und BKK Gesundheit machen es vor, und die meisten anderen deutschen Versicherer ziehen nach: Vermutlich werden die gesetzlichen Krankenkassen ab 2012 die Zusatzbeiträge streichen. Allerdings nur vorübergehend, wie Experten befürchten.
Nachdem bereits die Aliianz SE ankündigte, in den nächsten Jahren hunderte Stellen in Deutschland zu streichen, hat nun auch der französischen Versicherungskonzern AXA verlauten lassen, bis 2015 insgesamt 1600 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen zu wollen. Beide Versicherer hoffen so auf eine bessere Marktstellung.
Seit 2011 können die privaten Krankenversicherungen einen enormen Kundenzuwachs verzeichnen. Schuld daran ist die Abschaffung der 3-Jahres-Grenze. Noch besser sieht es im Bereich der privaten Zusatzversicherungen aus: durch die engere Zusammenarbeit zwischen privaten und gesetzlichen Versicherern profitieren auch die Kunden.
Eine freiwillige Versicherung kann von Personen abgeschlossen werden, die nicht versicherungspflichtig sind. Anstelle einer privaten Versicherung kann also auch eine gesetzliche gewählt werden.
Der Gesundheitsminister der FDP, Philip Rösler, will jetzt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte durchsetzen. Die aus CDU und FDP bestehende Bundesregierung hat die Krankenkassen per Gesetz dazu verpflichtet, bis Ende 2011 mindestens zehn Prozent der Versicherten mit dieser Karte auszustatten.
Ob ein Selbstständiger seine Tätigkeit als Hauptberuf ausübt oder nur als Nebentätigkeit, sorgte bisher für einige Unklarheiten und im Zweifelsfall für Streitereien mit den Versicherten. Damit ist jetzt Schluss. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen “Bund” hat daher eine neue Richtlinie erlassen.
Mitglieder gesetzlicher Kassen lehnen mit ganz großer Mehrheit Wahltarife ab, bei denen sie bei einem Arztbesuch in Vorkasse treten müssen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass nur vier Prozent der Versicherten diese Tarife nutzen. Hat ein Kunde diesen Tarif gewählt, zahlt er zunächst die Arztrechnung selber und reicht die Rechnung dann später bei seiner Kasse ein.
Ein weiteres Mal sind sensible Daten von Bundesbürgern in falsche Hände geraten, die größte deutsche Betriebskrankenkasse steht in der Kritik der Datenschützer.
Die Krankenversicherung in Deutschland gliedert sich in zwei grundsätzlich verschiedene Bereiche. Zum einen die gesetzliche Krankenversicherung, die durch die gesetzlichen Krankenkassen wie AOK, Barmer etc. gewährleistet wird. Die gesetzliche Krankenversicherung basiert auf dem Solidaritätsprinzip.