Mehrer große Versicherer planen den Ausstieg aus der privaten Vollversicherung. Stattdessen werden die betroffenen Unternehmen in Zukunft nur noch Zusatzversicherungen anbieten – ist dies der erste Schritt zu einem vereinheitlichten Versicherungssystem in Deutschland?
Eine freiwillige Versicherung kann von Personen abgeschlossen werden, die nicht versicherungspflichtig sind. Anstelle einer privaten Versicherung kann also auch eine gesetzliche gewählt werden.
Die betriebliche Altersvorsorge ist ein Baustein der privaten Absicherung durch drohende Rentenkürzungen in Folge des demographischen Wandels der nächsten Jahrzehnte. Dennoch sorgen bei den Arbeitnehmern, die eine betrieblich Altersvorsorge selber besparen oder dieses durch den Arbeitgeber erledigen lassen, steuerliche Fragen und Unklarheiten in Bezug auf mögliche Zahlungen an die Sozialkassen für eine gewisse Unsicherheit.
Mitglieder gesetzlicher Kassen lehnen mit ganz großer Mehrheit Wahltarife ab, bei denen sie bei einem Arztbesuch in Vorkasse treten müssen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass nur vier Prozent der Versicherten diese Tarife nutzen. Hat ein Kunde diesen Tarif gewählt, zahlt er zunächst die Arztrechnung selber und reicht die Rechnung dann später bei seiner Kasse ein.
Lesen Sie mehr über mögliche Beitragserhöhungen und die Unterschiede bei der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung…
Die Stiftung Warentest hat verschiedene gesetzliche Krankenkassen verglichen und gibt auf der Internet-Seite test.de Hinweise und Ratschläge für wechselwillige Versicherte. Den meisten Kunden dürfte bekannt sein, dass die Mitgliedschaft bei einer Kasse bei Nichtgefallen mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist beendet werden kann, sofern keine Wahltarife, etwa Beitragsrückerstattungen und ähnliches, vereinbart worden war.
Kürzlich hat die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift “Finanztest” Zusatzversicherungen für gesetzlich Krankenversicherte untersucht. Die Kassen decken nämlich nur bestimmte Leistungen ab. So zählt beispielsweise der Besuch bei einem Heilpraktiker nicht zum Leistungsumfang der Kassen und muss privat bezahlt werden. Für die Inanspruchnahme solche Leistungen bietet sich der Abschluss einer Zusatzversicherung an.
Die privaten Krankenversicherungen haben einen Rückgang an Neuabschlüssen zu verzeichnen was nicht zuletzt auf die Gesundheitspolitik der letzten Jahr zurückzuführen ist, die systematisch den Übertritt in die private Krankenversicherung erschwert hat.
Weitergehende Einschnitte in der gesetzlichen Krankenversicherung werden von einem Großteil der deutschen Bevölkerung befürchtet.
Als nicht selbstständiger unterliegt man in der Regel der Versicherungspflicht bei gesetzlichen Krankenkassen. Hier erfahren Sie ab wann Sie versicherungsfrei sind und wie Sie auch trotz einer Versicherungspflicht eine Menge Geld sparen können.